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Bei Oppenheim wählten 1024 die deutschen Stämme den Grafen des Wormsgaus aus der Familie der Salier Konrad II. zum deutschen Herrscher. Mit seinem Urenkel Kaiser Heinrich V., der 1125 im Dom zu Speyer beigesetzt wurde, starb das Geschlecht nach 100jähriger Königs- und Kaiserherrschaft im Mannesstamm aus.
Die Herrschaft der Salier bildet den Höhepunkt mittelalterlicher deutscher Kaisermacht, zugleich aber auch die Wende zur Herausbildung neuer geschichtlicher Kräfte, die von da an die historische Entwicklung Europas mitbestimmen.
Während noch 1046 Kaiser Heinrich III. auf der Synode von Sutri bei Rom unbestitten als oberster Herr der Kirche Päpste absetzt und ernennt, ist sein Sohn Heinrich IV. 1077 beim "Gang nach Canossa" gezwungen, Papst und Kirche als selbstständige Kraft zu akzeptieren.
Im Wormser Konkordat erkennt 1122 Heinrich V. diese neue Wirklichkeit staatsrechtlich an. Verbunden mit der Befreiung der Kirche von weltlicher Herrschaft, ist das Bemühen um tiefgreifende Reform, die ihren Ausdruck in der Abkehr von politischem Handeln bei verstärktem Hinwenden zu Seelsorge und Wohltätigkeit findet.
Ursprünglich treue Gefolgsleute des Herrschers, entwickeln sich die Herzöge des Reiches - gestützt auf ihre landschaftsbezogene Macht - zusehens zu politisch eigenständigen Kräften, die dann 1125 so erstarkt sind, dass sie einen aus ihrer Mitte an Stelle des salischen Erben zum König erheben. Demgegenüber entstehen als neue soziale Gruppen mit politischer Kraft, die beim Reichsinhaber Rückhalt finden, Bürger der Städte und Dienstleute - Vorläufer einer Beamtenschaft.
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