Weggefährten der berühmten Koloratursopranistin Erika Köth werden an sie erinnern. Dazu gehören Prof. Dr. Bernhard Vogel und Dr. Georg Gölter sowie die Sopranistin Bettina Bentgens-Hardieck, die auch einige Lieblingslieder der Künstlerin vortragen wird. In einer Hommage an Fritz Wunderlich möchten zwei junge Künstler, Sebastian Fuchsberger (Tenor/Posaune) und Roland Vanecek (Klavier/Tuba), an seine Spielfreude und breitgefächerte Musikalität, aber auch Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit anknüpfen. Der Eintritt ist frei. Mit freundlicher Unterstützung der Firma SCHULZ SPEYER Bibliothekstechnik AG.
Im 20. Jahrhundert beherbergte die Pfalz zwei der schönsten Stimmen des deutschen Sprachraums: Erika Köth und Fritz Wunderlich. Beide standen mehrfach gemeinsam auf der Bühne, und beide könnten im September 2010 einen ‚runden’ Geburtstag feiern. Das LBZ / Pfälzische Landesbibliothek sammelt Tonträger, Literatur und Dokumente zu beiden Sängern und möchte mit einer Ausstellung an sie erinnern.
Erika Köth wurde am 15.09.1925 in Darmstadt geboren. Ihre Bühnenlaufbahn als Koloratursopran begann am Pfalztheater in Kaiserslautern. Von dort führte eine steile Karriere sie über Karlsruhe nach München, Wien und Berlin sowie – vor allem als umjubelte Mozart-Sängerin – mit Gastspielen in die ganze Welt. Nach ihrem Abschied von der Bühne zog sie von München an der Weinstraße und gab ihre Erfahrungen an den sängerischen Nachwuchs weiter. Als Botschafterin klassischer Musik erreichte sie in verschiedenen Fernsehsendungen ein breites Publikum. Am 20.02.1989 verstarb sie in Speyer. Das LBZ Speyer betreut ihren künstlerischen Nachlass. Fritz Wunderlich wurde am 26.09.1930 in Kusel geboren. Nach Studienjahren in Freiburg und einem ersten Engagement in Stuttgart wurde auch er an die Münchner Oper verpflichtet, wo er in zahlreichen Rollen glänzende Erfolge erzielte. Seine lyrische, gleichzeitig mit großer Strahlkraft ausgestattete Stimme prädestinierte ihn zum idealen Mozart-Tenor seiner Zeit. Die Bühnen der Welt standen ihm offen, als ein tragischer Unfall seinen kometenhaften Aufstieg jäh beendete. Am 17.09.1966 verstarb Fritz Wunderlich in Heidelberg. In einer „Hommage“ an Fritz Wunderlich möchten zwei junge Künstler an seine Spielfreude und breitgefächerte Musikalität, aber auch Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit anknüpfen. Nicht zuletzt werden sie Liedkompositionen des jungen Fritz Wunderlich erstmals öffentlich zum Erklingen bringen.
Sebastian Fuchsberger, 1971 in Salzburg geboren und musikalisch in Wien verortet, beherrscht neben dem Gesang auch die Posaune. Zu seiner stilistischen Bandbreite gehört neben dem klassischen Repertoire auch der Einsatz in Ensembles der Neuen Volksmusik.
Roland Vanecek, Jahrgang 1975, ist in der Westpfalz aufgewachsen und Träger des Musikantenland-Preises. Als Tubist ist er am Staatstheater Wiesbaden angestellt und unterrichtet am Konservatorium in Mainz. Zusammen mit Zwillingsbruder Bernhard pflegt er auch sein unterhaltsames Talent, sei es im Duo „Twintett“ oder in diversen Brassbands. Das Foto zeigt Fritz Wunderlich. Mit freundlicher Genehmigung von Siegfried Lauterwasser.
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