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Zukunft Rhein-Neckar-Dreieck
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Historienspektakel: Kaiserhochzeit anno 1310

 
Datum: 05.09.10
Uhrzeit: 13:00 Uhr - 18:00 Uhr
Ort: Maximilianstraße und Dom
Domplatz
Veranstalter: Kulturverein anno 1310, Dr. Klaus Sütterlin
Website: http://www.kaiserhochzeit-anno1310.de

Vorverkaufsstellen: Tourist-Information

Im September 1310 verheiratete Kaiser Heinrich VII. aus dem Luxemburger Herrscherhaus seinen Sohn Johann mit Prinzessin Elisabeth von Böhmen. Hochzeit wurde im Kaiserdom zu Speyer gehalten.

Anlässlich der 700. Wiederkehr der "Kaiserhochzeit" findet ein zweitägiges Festprogramm in Zeiskam und Speyer statt.

5. September 13 - 18 Uhr, in Speyer 

  • Großer Festzug vom Altpörtel zum Kaiserdom (Eintritt frei)
  • Weltliche und kirchliche Vermählung (Eintritt frei)
  • Aufführung der "Marienmesse" im Dom
  • Königliches Festbankett an der Dom-Nordseite
  • Mittelalterliche Tänze und Gesänge
  • Theater und Gaukler und Reiterspiele

Dem voraus geht am
4. September 2010, 15-21 Uhr in Zeiskam:

  • Prächtiger Einzug der Braut und feierliche Begrüßung durch den Kaiser
  • Festspiel "Kaiserhochzeit" anno 1310
  • Minnesängerwettstreit
  • Fanfarenzüge
  • Mittelalterliche Tänze
  • Reitervorführung und vieles mehr

Eintritt im Vorverkauf: 

  • je Veranstaltung 15,- Euro
  • Kombi-Ticket 28,- Euro

Vorverkaufsstellen:

Tourist-Information Speyer
Maximilianstr.13 
67346 Speyer
Tel: 06232-142392  
  
Kulturverein "Kaiserhochzeit anno 1310"
Dr. Klaus Sütterlin
Pfalzstr. 18
Tel.: 06347-7408
loewenhof-zeiskam@gmx.de 

Hintergrund

Kaiser Heinrich VII. aus dem Luxemburger Herrscherhaus verheiratete 1310 seinen Sohn Johann mit Prinzessin Elisabeth von Böhmen. Der Kaiser (damals noch römischer König) weilte mit Gattin Margarethe von Brabant, Bräutigam Johann von Luxemburg, Hofstaat und den Großen des Reiches eine Woche lang in der Johanniter-Komturei Heimbach zu Zeiskam.

Im Anschluss zogen Johann und die Großen des Reiches in einem prächtigen Festzug gen Speyer, wo sie am Dom vom Vater des Bräutigams sowie seiner und Elisabeth empfangen wurden. Über den Altpörtel zog die gesamte Hochzeitsgesellschaft, eingesäumt von der jubelnden Bewvölkerung Speyers, in ein Fahnenmeer eingebettet geradewegs auf das Westportal des Kaiserdoms zu.

Dort angekommen stieg Johann stolz von seinem prächtigen Pferd herab und ging auf seinen Vater zu, kniete vor ihm nieder und leistete ihm dort den Heiligen Gefolgseid, vorauf ihm sein Vater mit dem Königreich Böhmen belieh. und ihn somit in den Königsstand erhob. Direkt im Anschluß an diese Zeremonie ging die weltliche Trauung von Johann und Elisabeth vonstatten.

Anschließend begab sich der künftige Kaiser Heinrich VII samt seiner Familie und dem gesamten Hofstaat in den Dom, wo die kirchliche Hochzeit vollzogen wurde. Nach der Trauung ging das junge Hochzeitspaar voran mit dem Kaiser und dem Hofstatt auf die Nordseite des Doms, wo es von der Menge jubelnd erwartet wurde. Auf einer Bühne, die zu Ehren des Paares errichtet wurde, nahm das Paar sowie der künftige Kaiser und die Reichsfürsten an der dort aufgebrachten Tafel Platz. Damit begann das eine Woche lang dauernde Hochzeitsfest.

Nach der Hochzeitswoche begaben sich Johann und Elisabeth nach Böhmen in ihr Königreich (hier sei angemerkt, daß das Königspaar die Dynastie der böhmischen Könige begründete, die bis in die jüngste Vergangenheit Bestand hatte).

König Johann war der größte Ritter-König des 14. Jahrhunderts. Sein Thron war der Sattel, von dem aus er seine politischen Ziele verfolgte. Sein Staatssekretär war Guillaume de Machaut, der größte Minnesänger, Dichter und Komponist. Er komponierte die erste mehrstimmige Messe der Musikgeschichte: „La Messe de Nostre Dame“. Diese werden wir anlässlich der „Kaiserhochzeit“ im Kaiserdom zu Speyer aufführen. Johann war ein großer Freund Frankreichs und der Päpste. In der Schlacht von Crécy (Normandie) starb er am Beginn des 100-jährigen Krieges als blinder König für Frankreich. Der frühere EU-Ratspräsident, Jean-Claude Juncker lobt ihn als herausragendes Beispiel der Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich im Mittelalter.




 
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