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Zukunft Rhein-Neckar-Dreieck

"like music in my eyes"

 
Datum: 03.11.02 bis 01.12.02
Ort: Kulturhof Flachsgasse
Flachsgasse 3 (Eingang über Maximilianstraße 13)
Veranstalter: Kunstverein Speyer e.V.
Website: /de/kultur/kunst/kunstverein

"..., weil die Blicke der Frauen von unübersehbarem Stolz künden und ihre bloßgestellten Körper so inszeniert sind wie architktonische Meisterleistungen"                           Frankfurter Allgemeine Zeitung 22.12.01

Johannes Barthelmes - Akt & Portraitfotografie

Vernissage: Sonntag, den 3.11.2002, 11.00 Uhr

Öffnungszeiten: Di - So 11- 18 Uhr

Johannes Barthelmes, 1953 in Speyer geboren und hier aufgewachsen, ist in seiner Heimatstadt zunächst als Saxophonist und Komponist bekannt geworden. Von 1976 bis 1980 studierte er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz mit Hauptfach Saxophon und gehört heute zu den besten Tenorsaxophonisten Europas. Konzertreisen haben ihn in viele Länder Europas und Asiens geführt. Daneben hat er zahlreiche CDs mit eigenen Bands und Originals veröffentlicht.

1998 entdeckte er im Verlauf eines Vietnamaufenthalts die Faszination des Fotografierens. Das dringende Verlangen, Verschwindendes mit den eigenen Augen festzuhalten, wurde zum Auslöser einer intensiven Beschäftigung mit der Kamera. Seitdem fotografiert Johannes Barthelmes und entwickelte sich innerhalb weniger Jahre zu einem erfolgreichen bildenden Künstler.

Schon 1999 erhält er eine Einladung von der National Art Gallery Kuala Lumpur zur Teilnahme an der Ausstellung „German Art of the 90’s“. Weitere Ausstellungen folgen. Fotos von Johannes Barthelmes werden im „Spiegel“ und im „Jahrbuch der Erotik“ veröffentlicht. Die Ausstellung in Speyer, die erste Werkschau des Fotografen im Süden Deutschlands, zeigt in Schwarzweißaufnahmen Akte, Porträts und Landschaften.

Die Sinnlichkeit der Akte, die jedes körperliche Detail zeigen, haben den Fotografen innerhalb weniger Jahre zu einem „Meister der Erotik-Fotografie“ (TV Berlin am 16.1.2002) aufsteigen lassen. Oft zeigen die Bilder Körperlandschaften, bei denen „die Blicke der Frauen von unübersehbarem Stolz künden und ihre bloßgestellten Körper so inszeniert sind wie architektonische Meisterleistungen“ (FAZ vom 22.12.2001). Seine subtilen Akte loten alle Möglichkeiten des Genres aus und gehen dabei hart an die Grenzen.

Die Porträts zeigen vorwiegend Gesichter alter Menschen aus verschiedenen Ländern, die Barthelmes mit der Kamera bereist hat, aber auch skeptisch in die Welt blickende Kinder.

Das Festhalten des flüchtigen Moments ist es, was sich für Johannes Barthelmes gleichermaßen in der improvisierten Musik des Jazz und im Betätigen des Kameraverschlusses dokumentiert. Hören und Sehen gehen für ihn eine untrennbare Verbindung ein „like music in my eyes“.

Seit vielen Jahren lebt Johannes Barthelmes in Berlin-Kreuzberg.


 
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