login english print


Zukunft Rhein-Neckar-Dreieck
Wir sind bei Facebook

Synagoge in Speyer kann gebaut werden

 

Stadtrat mit einstimmigem Votum für Synagoge

„Die Verhandlungen zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Stadt Speyer über die Wiedererrichtung einer Synagoge mit jüdischem Gemeindezentrum in Speyer stehen vor dem Abschluss. Mit dem Bau kann bald begonnen werden.“ Dies teilten Ministerpräsident Kurt Beck und Kulturministerin Doris Ahnen mit.

Der Ministerrat stimmte dem Verhandlungsergebnis zu, das Staatskanzlei, Kultur- und Finanzministerium mit der Stadt Speyer und der Jüdischen Gemeinde Rheinpfalz erarbeitet hatten. Auch der Stadtrat der Stadt Speyer hat die Wiederrerichtung der Synagoge einstimmig befürwortet.

Die ehemalige, heute nicht mehr genutzte St. Guido Kirche in Speyer soll durch eine Um- und Neugestaltung dieses Areals zukünftig als neue Synagoge errichtet werden. Die St. Guido Kirche liegt in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Stift und zum St.-Guido-Stifts-Platz. Dort soll nun die Synagoge als markanter Baukörper in die Stadt Speyer sichtbar integriert werden.

Der Finanzierungsplan für das Bauvorhaben veranschlagt eine Summe von rund 2,5 Millionen Euro. Die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz übernimmt davon 750.000 Euro, das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit 875.000 Euro an der Finanzierung. Die Stadt Speyer beabsichtigt sich ebenfalls mit 875.000 Euro an der Finanzierung zu beteiligen, wie Oberbürgermeister Werner Schineller sagte.

Zur Absicherung des städtischen Anteils ist die Landesregierung bereit, im Rahmen des Umbaus des St.-Guido-Stifts-Platzes die in den Programmjahren 2007 bis 2009 vorgesehene Landesförderung des Platzumbaus zu erhöhen. Dadurch kann die Stadt Speyer einen höheren Anteil am Synagogenprojekt tragen, als dies bislang vorgesehen war.

„Speyer ist wie die beiden anderen rheinland-pfälzischen „Schum“-Städte Mainz und Worms ein für die Geschichte des Judentums in Deutschland außerordentlich bedeutsamer Ort. Dieser Bedeutung soll durch ein repräsentatives Gemeindezentrum, das auch als Synagoge dienen wird, Rechnung getragen werden“, sagten Beck und Ahnen. Dank und Anerkennung zollten sie der Jüdischen Kultusgemeinde für ihr Engagement für dieses Projekt.

Der Speyerer Oberbürgermeister Werner Schineller hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder für den Bau einer Synagoge in der Domstadt eingesetzt. Angesichts der jüdischen Geschichte der Stadt und angesichts der Symbolkraft, die der Name der Stadt Speyer in der jüdischen Welt heute noch besitzt, sei dieses Projekt für ihn von zukunftsweisender Bedeutung. Damit werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, „dass jüdisches Gemeindeleben in der Domstadt wieder wachsen kann“, so Schineller. Der Synagogenbau an exponierter Stelle am St. Guido-Stifts-Platz knüpfe an die große Tradition der „Schum“-Städte an und berge darüber hinaus beachtliche städtebauliche und kulturelle Chancen.

Für die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz erklärte der Vorsitzende Michael Tsenteris: „Die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz freut sich über die Entscheidung des Ministerrates, die Wiedererrichtung einer Synagoge mit Gemeindezentrum in Speyer ideell und finanziell zu unterstützen. Damit ist siebzig Jahre nach der Zerstörung der Synagoge im November 1938 durch die Nazis gewährleistet, dass sich jüdisches Leben in Speyer, eine der sogenannten traditionellen ‚Schum’-Städte wieder etablieren kann. Das geplante jüdische Gemeindezentrum in Speyer, soll auch zu einem Begegnungszentrum und einem kulturellen Zentrum für alle Bürger guten Willens werden.“





Pressedienst

SERVICE

SpeyerCARD

Zimmer-Reservierung

Tourist-Newsletter

Anreise, Baustellen
Stadtpläne
Hotels
Museen/Sealife
Restaurants
Veranstaltungen
Kinoprogramm
Suche
Impressum
E-Mail
Newsletter
Sitemap
Wetter
E-Cards

DER SPEYER TIPP!

Wirtschaft zum Alten Engel
Zeitgemäße Pfälzer Küche im traditionsreichen Kellerlokal, Hausmannskost in ihrer edlen Variante  mehr
 

MEDIEN


PARTNER