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Frühe Hilfen im Kindesschutz - Frühe Hilfen für Speyer
130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnte Bürgermeisterin Monika Kabs zur 2. Konferenz des Netzwerkes Kindeswohl und Kindergesundheit am 28. April 2010 im Historischen Ratssaal des Rathauses begrüßen.
Am Praxisbeispiel „Keiner fällt durchs Netz“ schilderte der Hauptreferent Dr. Andreas Eickhorst vom Universitätsklinikum Heidelberg, wie durch den Einsatz von Familien-hebammen und durch aufsuchende Elternkurse, Überforderungssituationen in Familien vermieden und somit die Gefahren für Kindeswohlgefährdung erheblich reduziert werden können. (Eickhorst_KfdN.pdf)
Im nachfolgenden Referat präsentierten der Jugendhilfeplaner der Stadt Speyer, Volker Herrling, und die Koordinatorin des Speyerer Netzwerkes, Michaela Fischer-Heinrich, dem interdisziplinären Publikum das Konzept Frühe Hilfen für Speyer. Mit dem Ziel, Speyerer Kinder früh zu fördern und vor Gewalt und Vernachlässigung zu schützen, möchte dieses Konzept niedrigschwellige und Frühe Hilfen in Kooperation mit Speyerer Einrichtungen der Jugend- und Gesundheitshilfe anbieten. (100428_Frühe_Hilfen_für_Speyer.pdf)
Im „Markt der Hilfen“ präsentierten der Arbeitskreis „Gewalt an Frauen“, der Arbeitskreis „Kindertagesstätten und Kinderärzte“ sowie die Beratungsstellen des Hauses der Diakonie und des Caritaszentrums ihre vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote.
Die Akteure des Netzwerkes erhielten durch Kurzreferate in den anschließenden fünf Workshops Einblick in bestehende Frühe Hilfen in Speyer und anderer Städte:
Über die Möglichkeiten und Grenzen der Familienhebamme im Rahmen des Heidelberger Projektes „Keiner fällt durchs Netz“ berichtete Dipl. Psychologin Patricia Finke. Moderiert wurde dieser Workshop von Rolf Schüler-Brandenburger, Fachbereichsleiter Jugendhilfe Diakonissen Speyer-Mannheim. (100428_Finke_KfdN.pdf)
Frühe Hilfen in der Geburtshilfe am Praxisbeispiel „Guter Start ins Kinderleben“ lautete das Kurzreferat der Chefärztin der Geburtshilfe des St. Marienkrankenhauses Ludwigshafen, Dr. Barbara Filsinger. Die leitende Hebamme, Elisabeth Breunig, berichtete über den Stand der Umsetzung dieses Projektes am Speyerer Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses. Dr. Lydia Gräßle vom Gesundheitsamt Rhein-Pfalz-Kreis konnte für die Moderation dieses Workshops gewonnen werden. (100428_WS_2_Filsinger.pdf)
Im Workshop „Unter einem Dach“ referierten Birgit Schröder-Stepp, Koordinatorin des Hauses der Familie K.E.K.S. und Jutta Gilges vom Mehrgenerationenhaus in Speyer-Nord, über ihre vielseitigen und niedrigschwelligen Angebote für Familien. Moderiert wurde dieser Workshop von der Leiterin der Servicestelle Kindesschutz Mainz, Sandra Menk.
Unter der Moderation des neuen Chefarztes der Kinder- und Jugendmedizin des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses, Dr. Axel Bosk, berichtete Rosemarie Keller-Mehlem vom Deutschen Kinderschutzbund über familienergänzende Angebote im Rahmen der Kindertagespflege und Roswitha Janneck-Stütz über die praktischen Hilfen nach der Geburt, die „wellcome“ anbietet.
Im Rahmen des fünften Workshop mit dem Arbeitstitel „Wenn es schon nicht einfach ist“ stellten Volker Herrling und Ugur Dincel, Leiter der mobilen pädagogischen Dienste Mannheim, aufsuchende Hilfen für belastete Familien und Familien mit Migrationshintergrund dar. Die Moderation dieses Workshops übernahm Claudia Völcker, Abteilungsleiterin Kindertagesstätten und Kindertagespflege der Stadt Speyer. (100428_WS_5_Dincel.pdf) (100428_WS_5_Herrling.pdf)
Im Anschluss an die Referate erhielten die Teilnehmer den Auftrag, gemeinsam zu überlegen, welche Elemente aus den vorgestellten Praxisbeispielen in das Konzept Frühe Hilfen für Speyer einfließen könnten.
Musikalisch umrahmt wurde das Programm durch die Beiträge zweier Speyrer Kinderhorte: Die Tanzgruppe des Kinderhortes WoLa, ein Haus für Kinder, mit ihrer Mitmach-Aktion „Wir sind Kinder!“ und der Kinderhort Haus für Kinder der Diakonissen Speyer-Mannheim, zeigte in seinem Trommelworkshop mit den Teilnehmern sehr beeindruckend, wie aus verschiedenen Tönen und Rhythmen ein musikalisches Gesamtkunstwerk entstehen kann.
Erfreut über das Engagement der Netzwerkpartner und die positive Resonanz auf die vorgestellten Frühen Hilfen beschloss Moderator Ernst Fuchs (Leiter des Fachbereiches Jugend, Familie, Senioren und Soziales) am frühen Abend die 2. Netzwerkkonferenz.
Kontakt: Stadtverwaltung Speyer Fachbereich für Jugend, Familie, Senioren, Soziales Netzwerk Kindeswohl und Kindergesundheit Michaela Fischer-Heinrich Johannesstr. 22a 67346 Speyer
Tel: 06232/142411 Fax: 06232/142260 E-Mail: michaela.fischer-heinrich@stadt-speyer.de
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