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Lofthäuser und Stadtvillen

 

Wohnen in der ehemaligen Kaserne Normand

Bitte geben Sie hier einen bildbeschreibenden Kurztext ein.Noch prägen die Bauarbeiten das Leben im Quartier „Normand“. Aber die ersten Bewohner sind schon in die sanierten Mannschaftsgebäude der ehemaligen Kaserne eingezogen. Schicke Lofts und großzügig gestaltete Eigentumswohnungen sind dort entstanden, wo vor zehn Jahren noch französische Soldaten ihren Militärdienst versahen.

Die früheren Rekruten würden ihre Kaserne nicht wieder erkennen, denn die funktional gegliederten Gebäude wurden aufwendig saniert und zu Lofthäusern umgestaltet. Sonnenlicht durchflutet heute die luftigen Räume. Dachterrassen, Dachgaupen, großzügige Balkone und kleine Vorgärten durchbrechen die rigide Funktionalität der monumentalen Kasernenanlage. Ein privater Investor hat hochwertig sanierte Wohnungen und Arbeitsräume geschaffen.

Neuer Wohnpark

In der ehemaligen Kaserne wächst ein neuer „Wohnpark“ heran: Auf einem 12 Hektar großen, zentrumsnah gelegenen Areal werden rund 280 neue Wohneinheiten geschaffen. 15 Stadtvillen in parkähnlicher Landschaft müssen noch gebaut werden, während die Umgestaltung der denkmalgeschützten Kasernen zu Eigentumswohnungen in vollem Gange ist. Zwei Mannschaftsgebäude und die dazwischen liegende ehemalige Post, das Wachgebäude und das bereits als „Haus der Vereine“ genutzte Offizierskasino rahmen den Innenbereich der Anlage ein. Der ehemalige Exerzierplatz der Soldaten vor der Sporthalle wird sich nach Abschluss aller Baumaßnahmen in einen grünen Quartierpark verwandeln.   

Deutsche und französische Soldaten haben die Kaserne gleichermaßen genutzt. Die bewegte Militärgeschichte des 20. Jahrhunderts in der Grenzregion Pfalz hat ihre jeweiligen Erweiterungen bestimmt. Nach 1945 bis zu ihrem Abzug im September 1997 haben die französischen Streitkräfte dem Kasernengelände ihren Stempel aufgedrückt. Sie haben es nach ihrem General Normand (1873 – 1923) benannt, der während der französischen Besatzung der Pfalz in der Weimarer Republik das 12. Pionierregiment am Rhein kommandierte.

Stadtvillen im Innenbereich

Bitte geben Sie hier einen bildbeschreibenden Kurztext ein.Interessant sind auch die Pläne für die Innenentwicklung des Areals: Eine private Bauherrengemeinschaft hat hier die Chance ergriffen, in Zusammenarbeit mit den Architekten Prof. Günter Telian (Karlsruhe) und Gunnar A. Lehmann (Offenburg), ein neues Stück Stadt mitzugestalten. Geplant sind Stadtvillen als Mehrfamilienhäuser mit den unterschiedlichsten Wohnformen, von der exklusiven Penthouse– bis hin zur großen Maisonette–Wohnung mit eigenem Garten. Großzügige Freibereiche zwischen den Häusern halten Platz für gemeinsame Aktivitäten, zum Spielen und Erholen für alle Bewohner bereit. Dort könnte sich ein vielfältiges Angebot für generationen­übergreifende Wohnkonzepte entwickeln.

Symbiose von Alt und Neu

Normalerweise stellen Kasernenanlagen ein vom übrigen Stadtgefüge unabhängiges und autarkes Gebilde dar. Sozusagen eine „Stadt in der Stadt“, vergleichbar etwa mit mittelalterlichen Klosteranlagen. Deshalb war es eine große Herausforderung für Planer und Architekten, innerhalb der Vorgaben des Denkmalschutzes im Quartier Normand moderne Wohnformen und Gestaltungen zu ermöglichen. Die angestrebte Symbiose von Alt und Neu ist an den sanierten Kasernengebäuden bereits deutlich erkennbar, wobei das nachhaltige Bauen, das energetische Sanieren und der Einbezug regenerativer Energien, den erkennbaren Vorzug erhielt. An vielen Ecken kann man bereits erkennen, welche Wohnqualität hier geschaffen wird.

Der gründerzeitliche Kasernenkomplex stand früher mal auf freiem Feld vor den Toren der Stadt. Längst hat sich die Wohnbebauung um die Anlage geschlossen. Die Wege ins Zentrum würde man heute eher als kurz bezeichnen. Errichtet wurden die denkmalgeschützten Gebäude 1888 von Franz Schöberl für das zweite bayrische Pionierbatallion. Als Baumeister hatte dieser für die damals bayrische Pfalz ähnliche Bedeutung wie der Architekt Karl Friedrich Schinkel für die klassizistische Baukunst in Berlin. Charakteristisch für die alten Kasernenblöcke sind noch heute die Fassaden mit ihren horizontal verlaufenden gelben und roten Klinkerbändern. Wie ein Teppichmuster in den heimischen Sandsteintönen prägen sie die äußere Gestalt der einzelnen Gebäude.

Im Herzen der denkmalgeschützten historischen Bebauung der ehemaligen Normand–Kaserne in Speyer entsteht ein besonderes neues Wohnquartier. In sehr attraktiver Wohnlage erhält die ehemalige Kaserne die Chance, ihre historisch gewachsene Identität neu zu definieren. Zentrumsnah, ruhig und mit viel Grün umgeben, wird sie ihren Bewohnern wie etwas Gewachsenes, schon lange Existierendes erscheinen, aber gleichzeitig modernen Wohnkomfort bieten.  Die Großzügigkeit des gründerzeitlichen Kasernenkomplexes hat Platz geschaffen für innovative Wohnideen.

Matthias Nowack

Kurzbewertung: Besonderes neues Wohnquartier; innovatives Wohnen auf dem alten Kasernengelände

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