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Interview mit dem Bürgermeister von Yavne, Zvi Gov-Ari, über die Partnerschaft und die Sicherheitslage in Israel, geführt vom städtischen Pressesprecher Dr. Matthias Nowack
Nowack: Mr. Gov Ari, Sie haben beim Empfang der Speyerer am Montag von einer Intensivierung der Städtepartnerschaft zwischen Yavne und Speyer gesprochen. Wie stellen Sie sich das vor unter den gegenwärtigen Bedingungen?
Gov-Ari: Das gegenseitige Verständnis beginnt mit kleinen Schritten in persönlichen Gesprächen zwischen den Bewohnern unserer Städte. Eine gesunde Beziehung setzt deshalb voraus, dass sich die Menschen aus Speyer und Yavne häufiger treffen und die jeweils Verantwortlichen ein Umfeld kreieren, in dem die Beziehungen wachsen können. Dabei setze ich besonders auf die jüngere Generation, zum Beispiel den Schüleraustausch zwischen unseren Städten. Die Menschen in Yavne haben ein großes Bedürfnis, ihre Kontakte nach Speyer auszuweiten: "Just come!". Ich wünsche mir, dass die Speyerer mit größeren Gruppen nach Yavne kommen.!
Nowack: Wie schätzen Sie die gegenwärtige Sicherheitslage ein?
Gov-Ari: Ich bin mir dessen bewusst, dass die gegenwärtige Lage in Israel bei den Speyerern eine gewisse Verunsicherung hervorruft. Andererseits glaube ich, dass der Terror auch weite Teile Europas erfassen wird und wir deshalb in beiden Ländern Sicherheitsprobleme haben werden. Um unsere Lebensqualität zu erhalten, müssen wir alles tun, diese kulturell und religiös motivierte Bedrohung durch den islamischen Extremismus auf ein Minimum zu reduzieren. Bedauerlicherweise gibt es gegenwärtig keinen sicheren Ort auf dieser Erde. Sie können aber davon ausgehen, dass wir alle Anstrengungen unternehmen werden, die Sicherheit unserer Besucher in Israel zu garantieren. Jeden Speyerer, der nach Yavne kommt, werde ich, was die Sicherheit angeht, als Teil meiner Familie betrachten.
Nowack: Dass Sicherheit hier einen hohen Standard genießt, ist an den verschärften Eingangskontrollen zu Geschäftszentren und Märkten zu spüren. Aber ich bin bei einem Ausflug ins Karmel-Gebirge an dem neuen Sicherheitszaun zu den besetzten Gebieten vorbeigefahren. Kein angenehmes Gefühl! Haben Sie keine Angst, sich mit dieser gewaltigen Sicherheitsanlage auch selbst einzuschließen und zu isolieren?
Gov Ari: Ich gehe davon aus, dass dieser Zaun kein Bauwerk für die Ewigkeit sein wird. Aber dort, wo er fertiggestellt ist, hat er zu einer deutlichen Reduzierung der Selbstmordattentate beigetragen. Wenn wir damit Menschenleben retten können, dann erfüllt diese Anlage zumindest vorübergehend ihren Zweck. Israel braucht eine kontrollierbare Grenze und kann deshalb auf diesen Zaun nicht verzichten.
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