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Zukunft Rhein-Neckar-Dreieck

Empfindliche Normalität zwischen Waffen

 

Israel ist immer eine Reise wert 

Acht Tage hat eine Reisegruppe aus Speyer Israel und zwei angrenzende Staaten, Ägypten und Jordanien, bereist und dabei hautnah die gegenwärtigen Probleme im Nahen Osten erlebt und gesehen. Der erste Teil dieser Reise galt der Partnerstadt Yavne, wo die Speyerer in Gastfamilien des jüdische Osterfest, Pessach, feierten und dabei sehr tiefgehende persönliche Erfahrungen machten.

Das Leben in Yavne sowie die Ausflüge nach Jaffa, Tel Aviv und Jerusalem machten deutlich, dass die vorher geäußerten Sicherheitsbedenken gegen diese Reise unbegründet waren. Natürlich lebt das Land mit dem Terror: Die Altstadt von Jerusalem wird von der israelischen Armee bewacht wie eine Festung und ein gewaltiger Sicherheitszaun zur Abgrenzung von den palästinensischen Gebieten zeugt von den Wunden der Selbstmordattentate. Die Probleme von Israel mit seinen arabischen Nachbarn werden kurzfristig nicht zu lösen sein, aber sie sollten die Speyerer nicht davon abhalten, nach Israel zu reisen. Die Städtepartnerschaft mit Yavne verdient eine Intensivierung der Kontakte auch in schwierigen Zeiten. Das ist nicht nur ein Wunsch von Yavnes Bürgermeister Zvi Gov-Ari. Dies werden auch alle Teilnehmer dieser Reise bestätigen.

Der zweite Teil der Reise führte die Gruppe entlang des Toten Meeres und mit einem Besuch der Felsenfestung Massada in die Südspitze von Israel nach Eilat, wo die Grenzen Ägyptens, Jordaniens, Saudi-Arabiens und Israels zusammenstoßen. Dort hat man das Leben im Kibbutz gesehen und in der abendlichen Gesprächsrunde von der gegenwärtigen Krise der Kibbutzim erfahren. „Die Kibbutz-Bewegung in Israel hat ihre historische Rolle bei der Erschließung des Landes in der Pionierzeit erfüllt“. Das war aus dem Munde eines Verantwortlichen für den „Kibbutz Eilot“ zu hören, in dem die Speyerer drei Tage wohnten. Als „spektakulär“ haben die Teilnehmer den Besuch der Felsenstadt Petra in Jordanien und die Jeep-Tour durch den Sinai mit Wüstenführer Josoa Wilf empfunden. Er konnte den Besuchern aus Speyer alle Sinne für diese großartige Wüstenlandschaft öffnen. Fazit von Günter Ott, einem Mitglied des Freundeskreises Speyer-Yavne: „Eine wunderbare Reise, mit vielen Begegnungen, Sehenswürdigkeiten und Erlebnissen. Wir waren alle froh, dies miterleben zu dürfen. Herzlichen Dank unseren Gastgebern, den Reise-Organisatoren, den Fremdenführern und allen, die uns sicher durch das Land geführt haben. Wir freuen uns auf den Gegenbesuch in Speyer. Shalom“.

Matthias Nowack

Alle Beiträge zur Bürgerreise nach Yavne 2004:



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