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Zukunft Rhein-Neckar-Dreieck

Schüleraustausch 2007 in Yavne

 

Sonne, Palmen, Kamele und Mee(h)r

Koffer? Sonnencreme? Wo ist mein Reisepass? Habe ich alles?

Bitte geben Sie hier einen bildbeschreibenden Kurztext ein.Diese Fragen hat sich wohl ein jeder von uns so oder ähnlich vor unserer Abreise gestellt. Wir, 18 Schülerinnen und Schüler des Nikolaus-von-Weis-Gymnasiums in Speyer zusammen mit unserer Lehrerin Celia Sütterlin und einem Vater, Rolf Schüler-Brandenburger, sind kurz nach Ostern voller Vorfreude zu einer 10-tägigen Reise nach Israel aufgebrochen. Sollten wir doch unsere Austauschpartner aus Yavne, der Partnerstadt von Speyer, bald wieder sehen, die uns vergangenen Oktober hier in Speyer besucht hatten.

Anfangs sahen wir unserer bevorstehenden Israel-Reise mit einigen gemischten Gefühlen entgegen. Nach ausführlicher Auseinandersetzung mit der dortigen politischen Situation fühlten wir uns aber doch imstande, guten Gewissens diese einmalige Chance wahrzunehmen.

Das erste, was uns an Israel positiv aufgefallen ist, waren die Palmen, die dort an jeder Straßenecke wachsen, der feine Blütenduft, der überall in den Straßen liegt und die zahlreichen Grünanlagen, die uns positiv überrascht haben.

Das Wiedersehen mit unseren Austauschpartnern war wie erwartet sehr fröhlich und laut. Unsere Gastfamilien begrüßten uns alle herzlich, unsere Anspannung löste sich allmählich. Am ersten Tag stand der offizielle Empfang der Stadt Yavne und einer Stadtführung auf dem Programm. An der neuen Bibliotkek empfing uns eine große Speyerer Stadtfahne. Beeindruckt hat uns dort der Raum für die gefallenen Soldaten aus Yavne.

Die folgenden beiden Tage besuchten wir ohne die Israelis einige wichtige christlichen Stätten, unter anderem Nazareth, die Taufstelle Jesu am Jordan und die atemberaubende Stadt Jerusalem, wo wir bei unserem Abendspaziergang sogar auf rappende orthodoxe Jugendliche stießen.

Am zweiten Tag des Ausflugs besuchten wir die Altstadt von Jesusalem. Im Basar und in der Grabeskirche mussten wir aufpassen, uns zwischen den Pilgerströmen nicht zu verlieren. Die Führung im neuen Museum von Yad Vashem, der Gedenkstätte für den Holocaust, hat uns alle tief bewegt. Pünktlich zum Beginn des Schabbat am Freitagabend waren wir wieder in Yavne; diese wöchentliche Zeremonie war für uns alle eine völlig neue Erfahrung. Die ganze Familie kommt zusammen und isst gemeinsam; die gläubigen Juden entzünden Kerzen und trinken Wein aus einem Becher.

Am Montag, dem 16. April, war in Israel der Holocaustgedenktag. Gemeinsam mit unseren Partnern und dem ganzen Land haben wir beim Ertönen der Sirenen um 11 Uhr eine Minute lang schweigend der Opfer des Holocaust gedacht. Diese Minute war voller Empfindungen: Trauer, Mitleid, ein Gefühl der Gemeinsamkeit, Schrecken, Schuld, aber auch Freude, diesen besonderen Tag mit unseren Partnern verbringen zu dürfen. Anschließend pflanzten wir im Schulhof unserer Partnerschule gemeinsam einen Olivenbaum zum Zeichen der Freundschaft. Dieser Tag hat uns sogar noch näher zusammengebracht. Unsere Partner und die Gasteltern haben uns immer wieder gesagt, dass wir jetzt ein Teil der Familie geworden sind.

Ein Highlight dieses Austausches war sicherlich der Ausflug ans Tote Meer und in die Judäische Wüste, wo wir nach Kamelritt und Abendessen in der Tradition der Beduinen in einem Beduinenzelt übernachteten.

Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir viel Schönes und Interessantes erlebt, neue Erfahrungen gesammelt und auch ein wenig Hebräisch gelernt. Umso schwerer fiel uns der Abschied von unseren Partnern und Gastfamilien, der neuen Kultur und der atemberaubenden Landschaft Israels. Es war für uns wirklich eine besondere Reise in ein Land, das wir nie vergessen werden und das wir alle gerne wieder besuchen wollen.

                                                                          Hanna Sohn & Julia Schmitt

Die Autorinnen besuchen die 12. Jahrgangsstufe am Nikolaus-von-Weis-Gymnasium



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