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Seit sieben Jahren bestehen zwischen Speyer und Yavne Städte- und Schulpartnerschaft. Auch 2005 konnte eine Jugendgruppe aus Yavne in Speyer begrüßt werden. Es kamen 20 Jugendliche der Ginsburg Highschool im Alter von 15 Jahren, die in Begleitung zweier Lehrerinnen die Reise nach Deutschland antraten und in den Familien von Schülerinnen des Kaiserdom- und des Nikolaus von Weis-Gymnasiums gastliche Aufnahme fanden. Das Hauptaugenmerk dieser Vorbereitungsphase lag auf der Sensibilierung der Schülerinnen und Schüler für die noch weitgehend unbekannte und fremde Welt der zu erwartenden Gäste.
Wichtig war allen Beteiligten, dass unsere israelischen Gäste sowohl die Partnerstadt Speyer als auch die umliegenden Regionen in kultureller und historischer Hinsicht kennen lernen sollten. Daher wurde die Besichtigung der für das jüdische Geistesleben in Europa wichtigen Stadt Worms als unabdingbar angesehen.
Aber natürlich stand der Besuch der deutschen Hauptstadt Berlin im Mittelpunkt: Im Rahmen der Festlichkeiten „40 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Israel“ hat Bundespräsident Horst Köhler nicht nur den israelischen Präsidenten Moshe Katzav nach Berlin eingeladen, sondern auch Jugendliche aus Yavne und Speyer. Während der Podiumsdiskussion der beiden Staatspräsidentehn mit ausgewählten Jugendlichen konnten auch Jugendliche aus Speyer und Yavne in entspannter Atmosphäre eine offene Aussprache miterleben, die geprägt war von gegenseitigem Respekt und gemeinsamer Hoffnung, dass die Jugendlichen beider Länder auf der Basis demokratischer Werte Verantwortung für die Zukunft übernehmen mögen. Um den Gästen einen ersten Eindruck der Stadt Speyer zu geben, wurde eine ausführliche Stadtführung mit Besichtigung von Dom, Mikwe, Technik Museum und Altpörtel unternommen.
Ein besonderes Erlebnis war auch der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Struthof im Elsaß. Bei der Gedenkfeier wurden die Jugendlichen in den Ablauf von Betroffenheit geprägten Feier integriert, die hebräischen Texte durch deutsche Übersetzungen ergänzt, Gedenkkerzen von jedem anwesenden Jugendlichen in Stille entzündet und rote Rosen an der Stelle hinterlegt, an der Juden im Gas umgebracht worden waren. Der anschließende Besuch Straßburgs ermöglichte die Besichtigung der Kathedrale und der Innenstadt der

elsässischen Metropole.Am letzten Tag fand eine Schlossbesichtigung in Heidelberg statt, die Jugendlichen erlebten erstmals die Größe deutscher Flüsse im Vergleich zum Jordan bei einer Schifffahrt auf dem Neckar. Am Abend schließlich gab es eine atmosphärisch wunderschöne Abschiedsfeier mit allen Jugendlichen und den Gasteltern.
Die Teilnehmer des Austauschs, deutsche wie israelische, versicherten den Verantwortlichen dieser Jugendbegegnung, dass sie dankbar sind für die zurückliegenden gemeinsamen Tage und die vielen Erlebnisse. So sei ihnen die Möglichkeit zu einem vertieften Verständnis des Gegenübers gegeben worden.
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