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Der letzte Tag in Ruanda Begegnung mit den Berggorillas
Wir besuchen ein Behindertenzentrum in Gahanga. Dort leben 25 mehrfach behinderte Kinder, die in der ruandischen Bevölkerung häufig versteckt werden in irgendeiner Ecke der Hütte. Sie leben hier unter vergleichsweise guten Bedingungen. Andreas aus der Eifel arbeitet hier ein halbes Jahr als Praktikant für sein Sozialpädagogikstudium. Einheimische Schwestern leisten großartige Arbeit, wegen der geringen Mittel ist die Hilfsmöglichkeit begrenzt. Reis mit ein wenig Gemüsesoße ist jeden Tag im Teller. Auch wenn alle Kinder satt werden, sind die Folgen der Mangelernährung offensichtlich. Krankheitsanfälligkeit und Wachstumsverzögerung. Schlechte hygienische Bedingungen verstärken diese Situation. Sollte das gesammelte Regenwasser nicht ausreichen, muss von der nächsten Wasserstelle eine halbe Stunde entfernt das lebenswichtige Nass herbeigeholt werden.
Ein letzter Gang zum Markt Kigalis beschließt die Reise. Farbenprächtige Stoffe, Gewürze, gebrauchte Kleider und vieles mehr wird verkauft, nachdem vorher der Preis ausgehandelt wurde. Manchmal ist auch die Verpackung interessant. So wird etwa eine größere Zahl frischer Eier sehr kunstvoll in ein Geflecht aus Bananenblättern verpackt und so geschickt vor Stößen geschützt. Am nächsten Morgen fahren wir zum Flugplatz. Wir sind am Ende unserer Reise von Ruanda angekommen. Nach mehr als 20 Stunden werden wir über Stopps in Nairobi, Addis Abeba und Kairo in Frankfurt landen. Wir sind dankbar für die Möglichkeit, einen ersten Einblick in dieses ostafrikanische „Land der 1000 Hügel“ erhalten zu haben. Bewunderung für die Schönheit der Natur und das Strahlen von mehr als 1000 Kindergesichter mischen sich mit der Bedrückung über die Lebensbedingungen und individuellen Schicksale, die wir teilweise kennengelernt und angetroffen haben. Wir werden sicher die vielen schwarzen Kinder vermissen, die – wenn wir abseits der großen Straßen aufgetaucht sind – immer sofort mit ihrem „Muzungu!“ auf die Gruppe von Weissen aufmerksam machen wollten und uns fröhlich begrüßten. Beeindruckend waren ihre Gesänge und Tänze, wenn sie uns in ihren Schulen begrüßten. Unvergessen bleibt die Freude in ihren Gesichtern, mit der sie unausgesprochen dankbar sind für unser Interesse an ihrem Leben.
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