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Besuch bei den Partnerschulen in Ruanda

 

Begegnung im November 2003

In den Herbstferien war eine rheinland-pfälzische Delegation auf Einladung des Mainzer Innenministeriums in Ruanda, darunter auch eine Lehrer-Schüler Gruppe aus Speyer: Sarah Steiger und Thomas Schmehrer vom Edith-Stein-Gymnasium sowie Natalie Christ und Peter Sauter vom Gymnasium am Kaiserdom. Beide Schulen haben Partnerschaften zu ruandischen Schulen in Gatare und Impala. Alle 10 Teilnehmer der Gruppe erhielten erstmals die Möglichkeit, in diesen zwei Wochen ihre Partnerschulen persönlich zu besuchen. Sie konnten bei einer kleinen Rundreise verschiedene Gegenden des Landes kennenlernen, Projekte besuchen, die von unserem Bundesland gefördert werden und nicht zuletzt in vielen Begegnungen die Sorgen und Freuden der Bevölkerung erleben, die sich seit dem furchtbaren Genozid vor fast 10 Jahren um einen friedlichen Wiederaufbau bemüht. Nach dem Flug über Addis Abeba weilte die Gruppe zunächst drei Tage in der Hauptstadt Kigali. Die Teilnehmer lernten die Hauptstadt Ruandas kennen und besuchten touristische Attraktionen des Landes, den Lac Muahzi und den Akagera-National-Parks (an der Grenze zu Tansania gelegen).

Höhepunkte für die Speyerer Reiseteilnehmer waren die Besuche in den Partnerschulen, dem College communal de Nkanka (Gymnasium am Kaiserdom) und dem Lycee de Gatare (Edith-Stein-Gymnasium). An beiden Schulen kam es zu begeisternden Empfängen mit vielen Ehrengästen der Region. Die Speyerer Besucher wurden mit Tänzen und Gesängen, Führungen übers Schulgelände und Gastgeschenken geehrt. Die aus Speyer mitgebrachten Bälle wurden von den anwesenden Schülern besonders erfreut entgegengenommen.

Vom nahen Cyangugu aus fuhr die Gruppe über den Kivusee bis Gisenyi. Hier flohen während des Genozids viele Menschen in den nahen Kongo. Der Besuch eines Waisenhauses von Mme Carr, einer alten landesweit bekannten Amerikanerin, bleibt sicher unvergessen. Der letzte Besuch im Nordwesten führte die Gruppe zu den berühmten Berggorillas im Birunga-Nationalpark.

Zurückgekehrt nach Kigali blieb der Gruppe noch ein Tag im ostafrikanischen Partnerland. Sie nutzte ihn zum Besuch eines Behindertenzentrums in Gahanga, ganz in der Nähe der Hauptstadt. Auch hier erwartete die Reisegruppe ein Wechselbad der Gefühle: Die Bewunderung für die Schönheiten des Landes bleibt genauso im Gedächtnis wie die Konfrontation mit großem Elend und Leid.

Auf dem Weg zum Flughafen winkten ein letztes Mal frohe Kinder der Gruppe Europäer, den „Muzungu“. Reich beschenkt mit Eindrücken und Erfahrungen kehrten die Schüler und ihre Lehrer zurück nach Speyer.



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