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Geschichte
Das Stadtarchiv Speyer ist das älteste kommunale Archiv der Pfalz. Das früheste Dokument, das im Archiv verwahrt wird, ist eine Urkunde Kaiser Friedrichs I. (Barbarossa) aus dem Jahr 1182, in der die von Kaiser Heinrich V. im Jahre 1111 der Stadt Speyer verliehenen berühmten Privilegien bestätigt und erweitert wurden. Das Stadtarchiv ist eines der ältesten Ämter der Stadt Speyer. Seine Tradition geht weit in die reichsstädtische Zeit zurück: Bereits im späten Mittelalter wurde festgelegt, dass die städtischen Urkunden in Laden verwahrt werden sollten (1452: „der stat briefe mit laden zu ordenen“); 1454 sollten die Archivalien der Reichsstadt „mit gewelbe“ versehen werden; für besonders wertvolle Privilegien, also zum Beispiel die Urkunden der Kaiser und Könige, war eine rote Lade vorgesehen.

Aus dem ältesten Archivverzeichnis (Repertorium) von 1579 geht hervor, dass der Archivbestand in Laden mit den Buchstaben A bis Z und AA bis RR aufgeteilt war. Gewisse Verluste erlitt das städtische Archiv in der Frühen Neuzeit (Stadtbrand 1689), dennoch zählt es nicht zuletzt aufgrund seiner umfangreichen reichsstädtischen Überlieferung zu den bedeutenderen Kommunalarchiven in Deutschland.
Seit 1726 war das Speyerer Stadtarchiv im neu eingeweihten Rathaus untergebracht. Der historische Archivraum mit seinen transportablen Wandschränken ist bis heute erhalten und dient seit einigen Jahren als Trausaal für das Standesamt Speyer.

Seit 1892 wurde das Stadtarchiv von Archivaren des bayerischen „Kreisarchivs“ bzw. Staatsarchivs Speyer (heute: Landesarchiv Speyer) im Nebenamt mitbetreut, zuletzt von Anton Doll (1949-1963). Im März 1995 erfolgte der Umzug des Stadtarchivs in das ehemalige Gebäude der Pfälzischen Landesbibliothek, Johannesstraße 22a. Hier stehen seitdem ausreichende Magazinkapazitäten, Büroräume sowie insbesondere ein großer Lesesaal zur Verfügung.
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